Spectrum-Sein

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Zum aktuellen Thema in "was denkst du gerade" habe ich Heute zufällig zwei Texte bei FB entdeckt.




Zum einen diesen, der u.a. die Paradoxien wunderbar beschreibt!

Und ja, wenn alles in EINS fällt, dann gibt es keine Trennung mehr, dann bist du das was IST, ein-fach nur Sehen!
Du bist Sehen und Sein - gleichzeitig Gesehenes. Das meinte ich als ich von "ohne Trennung -sein" sprach!

Und durch Kontraktionen im Körper, die wir ganz automatisch ein Leben lang, ohne es zu bemerken, innehaben, wenn wir mit der Persona / Persönlichkeit identifiziert sind, wozu ebenfalls sämtliche angstaute Energien im Nervensystem zählen die ursächlich für Anspannungen sind, fällt man aus diesem -über viele schmerzhafte Prozesse "erreichten" zustandslosen Zustand- scheinbar wieder raus!
Ich war und bin teils immer noch unendlich traurig über mein scheinbar "verlorenes" Sosein in Soheit, das sich in mir längst über längere Zeiträume, so gut wie täglich erlebbar, eingestellt hatte.
Es ist ein langwieriger Prozess alles Hinderliche wieder aufzulösen, das diesen Seinsfluß behindert. Heilung ist eben sehr wichtig. Nur ist und war mir nichts wichtiger als das. Denn für mich bedeutet es Alles, weil es für mich DIE Grundlage schlechthin für alles im Leben darstellt, und ein Unterschied wie Tag und Nacht im Verhältnis zum komplett identifizierten Dasein darstellt. Die Anbindung an Quelle, und das sowohl Quelle als auch der sich daraus (aus diesem zustandslosen Zustand) ergebende Ausdruck zu sein.


Nun denn, zum Text....
Einfach SEIN , welches für den rationalen Verstand nicht be-greifbar ist:



Leerheit des Zeugenbewußteins geht in die Soheit ein
Oder : die drei Kreise sind leer : Ichlosigkeit – Merkmallosigkeit – Wunsch- bzw. Absichtslosigkeit
Leerheit vom Handlenden- handeln- Handlung

Für den Zeugen erscheinen Objekte oder Phänomene immer „vorne“. Sie scheinen vor dem bezeugenden Selbst aufzutauchen, und zwar in allen Bereichen – grobstofflich, subtil und kausal. Das Selbst tritt dabei als Beobachter oder Schauender einen Schritt zurück, in vollkommenem Gleichmut und einem ruhigen, unerschütterlichen Zustand eines strahlenden und spiegelnden Geistes, einer ungestörten Offenheit, und einem unermesslich tiefen Gewahrseins.

Doch in der Soheit fällt der Betrachter, die distanzierte Beobachterin, das Abstand nehmende Selbst, plötzlich und vollständig aus der Existenz. Was übrig bleibt, ist der gegenwärtige und zeitlose Jetzt-Augenblick und alle seine Manifestationen in jedem und allen Bereichen. Unmittelbar und nackt gesehen, spontan selbst-existierend. Klares strahlendes Leuchten. Durch und durch nichtdual.

Aus einem „ich sehe die Welt“ wird ein „ich sehe die Welt die sich selbst sieht“ – und es gibt kein Ich und keine Welt, sondern lediglich Sehen.
Dieses Sehen wird von einer Soheits-Allergie verhindert. Die Heilung besteht darin, dass der Zeuge die grundlegende Selbstkontraktion loslässt die den Beobachter ausmacht. Das radikale Subjekt wird nicht-zwei mit allen möglichen Objekten – allen kausalen Objekten, allen subtilen Objekten, allen grobstofflichen Objekten. Beide, Subjekt und Objekt, machen so den Weg frei für den andauernden Strom des Weltprozesses an sich.

Radikal nahtlos, aber nicht eigenschaftslos, vollkommen grenzenlos, aber nicht ohne Begrenzungen, völlig frei von getrennten Wesen, aber nicht von individuellen Phänomenen. Alles erscheint so, spontan und daher geplant, ungewollt und daher intentional, zeitlos und daher zeitlich, raumlos und daher räumlich ausgedehnt. Alle Gegensätze werden paradox miteinander verbunden.

Genau an der Stelle, wo sich der Kopf befand, ist nun das gesamte Universum, selbsterscheinend, selbstleuchtend, selbststrahlend. Beim Betrachten der Welt dort draußen erscheint die Welt da draußen direkt auf den Schultern und das Gewahrsein, welches sich auf der einen Seite des Gesichtes zu befinden schien, gleich hinter und zwischen den Augen, wird nun zum konkreten Fühlen der Welt selbst. Dieses Fühlen erscheint an dem Platz wo sich einmal der Kopf befand. Das Subjekt auf dieser Seite des Gesichtes und das Objekt auf der anderen Seite sind nun zwei Seiten des gleichen kopflosen Erlebens. An der Stelle, wo sich einst das „hinter-dem Gesicht-Gefühl“ befand, ist nun das Gefühl der gesamten Welt, auf den Schultern erscheinend, innen und außen verschmelzend in eine nahtlose unerschütterliche Ganzheit. Die individuelle Selbstkontraktion ist in die kopflose Welt hinein verschwunden, welche von Augenblick zu Augenblick erscheint. An ihre Stelle tritt die höchste Identität – eines mit Innen und Außen, die einfache Istheit oder Soheit eines jeden einzelnen Dinges oder Ereignisses in diesem und jeden Augenblick.

Kompendium aus dem „ Zustandsweg des erwachens“ von Ken Wilber
Hier der zweite Text:


"Indem wir das Ende der spirituellen Suche erreicht haben, sind wir eigentlich am Anfang angelangt – am Anfang der Erforschung von Bewusstsein. Dies ist kein Weg des Suchens und Findens; es ist nicht das Negieren von Gedankenprozessen oder das Verändern von irgendetwas. Es ist die Erforschung der Manifestation und der Gestaltwerdung der Totalität, die sich genau in dem ausdrückt, was kommt nach dem Jetzt – in meinem Körper, meinem Leben, meinen Beziehungen, in sämtlichen Formen und Ausdrucksweisen, die sichtbar sind, – und in allen, die nicht sichtbar sind.

Damit verlassen wir die Welt der Ideale und betreten eine frei fließende Wirklichkeit. Dies kann eine beängstigende Welt sein, weil sich darin die dunklen Energien und Leidenschaften nicht mehr kontrollieren lassen – jene Dinge, die wir zu kontrollieren gelernt haben. Es gibt keine Garantie, dass wir liebenswert, sanft oder irgendetwas sein werden; wir könnten beim genauen Gegenteil landen. Und es stellt keine besondere Herausforderung dar, wenn sich Mitgefühl in uns zeigen sollte."

Steven Harrison-amerikanischer Mystiker, „Was kommt?“





Yepp, hier ist man bereits hingegeben.......es gibt keinen Kontrolleur mehr! Nur, Bewusstsein/Gewahrsein/Achtsamkeit....mibekommen bzw. sehen und fühlen was geschieht.
Das bewirkt bereits Heilung/Veränderung auf wundersame Weise, da Niemand mehr zwischen Sein und Seinsfluß agiert und diesen natürlichen Strom behindern könnte.
Und selbstverständlich entscheiden wir noch, aber aus einem anderen Seinsgefühl heraus. Nur ist da kein Entscheider mehr.

Mystiker würden dazu evtl. auch sagen: "Sich selbst ge-lassen haben".


Aus (langjähriger) Erfahrung kann ich sagen, dass es nicht bedeutet, dass du letzlich zu einem "schlechten" oder rücksichtslosen Menschen wirst. Ganz im Gegenteil ist dies der Weg der Ganzwerdung und Heilung. Nur muss es dafür Raum geben, das alles bisher Kontrollierte und Unterdrückte in uns auftauchen kann. Hier macht Harrison in dem wie er es zum Ausdruck bringt, einfach nur auf die Ängste im Menschen aufmerksam, die Kontrolle aufzugeben und sich hinzugeben, an das EINE, an sich Selbst, an das was ist, weil man dann ja eben nicht weiß was auftauchen und passieren wird. Traumata und andere unterdrückte Gefühle, Gedanken etc. könnten z.B. ins Bewusstsein gelangen.
(26.03.2018 13:54)ParaDoxa schrieb: [ -> ]Und durch Kontraktionen im Körper, die wir ganz automatisch ein Leben lang, ohne es zu bemerken, innehaben, wenn wir mit der Persona / Persönlichkeit identifiziert sind, wozu ebenfalls sämtliche angstaute Energien im Nervensystem zählen die ursächlich für Anspannungen sind, fällt man aus diesem -über viele schmerzhafte Prozesse "erreichten" zustandslosen Zustand- scheinbar wieder raus!
Ich war und bin teils immer noch unendlich traurig über mein scheinbar "verlorenes" Sosein in Soheit, das sich in mir längst über längere Zeiträume, so gut wie täglich erlebbar, eingestellt hatte.
Es ist ein langwieriger Prozess alles Hinderliche wieder aufzulösen, das diesen Seinsfluß behindert. Heilung ist eben sehr wichtig. Nur ist und war mir nichts wichtiger als das. Denn für mich bedeutet es Alles, weil es für mich DIE Grundlage schlechthin für alles im Leben darstellt, und ein Unterschied wie Tag und Nacht im Verhältnis zum identifizierten Dasein darstellt. Die Anbindung an Quelle, und das sowohl Quelle als auch der sich daraus (aus diesem zustandslosen Zustand) ergebende Ausdruck zu sein.


Eine kleine Ergänzung:
Ich fühle mich soweit gut und ok, nur reden wir ja hier von einem zustandslosen Zustand, der schon "mehr" ist und braucht, als der normale Zustand der meisten Menschen, der für mich natürlich jetzt kein Problem darstellt. Nur, wenn man einmal weiß wie es ist, in dieser Befreitheit "im Himmel" zu sein, dann ist es logisch, dass man immer wieder dorthin zurück will. Aber, genau das verhindert es imgrunde. ;-) Deshalb zählt eh nur das was Jetzt ist - wie immer eigentlich.
(29.03.2018 10:03)MickyMo schrieb: [ -> ]GEFÜHLE sind in dem sinne "wahr", als das sie ECHT sind. ein gefühl ist definitiv WAHRnehmbar.

Die ECHTheit eines Gefühls ist eine Täuschung insofern, als das eigentlich ECHTE dabei nicht das Gefühl ist sondern die Tatsache, dass da etwas ist, das Gefühle bezeugt. Ohne diese Instanz geht rein gar nichts. Kein Gefühl, kein Gedanke. Selbst Wahrnehmbarkeit ist nicht die letze und eigentliche Instanz sondern unterliegt ebenfalls dieser Vorausetzung des SEINS.

Deshalb muss es immer heißen: "Ich bin, also fühle ich" und "Ich bin, also denke ich"

Dass dies etwas abstrakt klingt und Gefühle dagegen so außerordentlich wirklich und real erscheinen, hängt nur davon ab, wo die Aufmerksamkeit fixiert ist und dass man über diese Instanz SEIN nichts Konkretes sagen kann, während man über Gefühle endlose Bücher schreibt.

ECHT ist das, was sich nicht verändert - Gefühle aber sind vorübergehende und abhängige Erscheinungen.
(29.03.2018 11:21)Thomas schrieb: [ -> ]Dass dies etwas abstrakt klingt und Gefühle dagegen so außerordentlich wirklich und real erscheinen, hängt nur davon ab, wo die Aufmerksamkeit fixiert ist und dass man über diese Instanz SEIN nichts Konkretes sagen kann, während man über Gefühle endlose Bücher schreibt.

ECHT ist das, was sich nicht verändert - Gefühle aber sind vorübergehende und abhängige Erscheinungen.

Das ist soweit richtig, Thomas.
Bei der Verarbeitung von Gefühlen, Auflösen von Trauma und sonstige mehr oder weniger schmerzliche Gefühle, ist man nach dem Erwachen(sprozess) stets die Instanz die diese Gefühle bezeugt. Das ist quasi die Basis auf der Heilung (ohne Geschichten und ggf. identifikationslösend) geschieht. Darum ist es auch keine Arbeit an sich selbst in dem Sinne, weil wir gewissermaßen nichts tun, außer ein müheloses zulasssen, bezeugen, (liebende) Aufmerksamkeit darauf richten, den Fluß und die Energien nicht behindern die sich im Körper zeigen u.ä., und mit dieser Haltung immer wieder dazu einladen. Geschichten haben hier wenig Platz, denn mit ihnen sind wir nicht anwesend/Hier sondern woanders, wo sich Gefühle neu kreieren können, anstatt die im System bereits gespeichterten/vorhandenen aufzulösen - worum es eigentlich nur gehen sollte, um die alten Prägungen quasi.
Auf dem pfadlosen Pfad geht es u.a. darum die alten Prägungen/Traumata/Glaubenssätze/Überzeugungen u.ä. aufzulösen.

Ab einer spirituellen Öffnung oder einem tiefgreifenden Erwachen ist das nur noch ein Geschehen das wir (groß ICH) bezeugend begleiten. Stück für Stück geschieht Befreiung. Ich weiß nicht wie es bei allen anderen ist, aber in meiner Erfahrung kann das System gar nicht (mehr) anders, als das sich all das vollzieht.







Und wenn wir mit unserem Kram durch sind, gehts weiter....
in einem offenen System schließen sich, in uns gespeicherte kollektive Themen an. Im Auflösungsprozess ist es daher nicht ungewöhnlich, wenn man oftmals gar nicht weiß was sich da gerade erlöst, um welchen konkreten Schmerz es sich dabei handelt.
In meiner Erfahrung spürt man aber sehr wohl, ob es das Eigene oder etwas Kollektives ist. Auch sowas wie Weltschmerz (und Ahnenschmerz) kann dabei auftauchen.



Das bedeutet auch, dass der Mensch hier wesentlich durchlässiger für alles in seinem (zuvor verdrängtem) Innern und dem Außen ist. Nur so kann diese Arbeit von Selbst (ohne unser aktives Zutun/forcieren, sondern stets bezeugend, begleitend, fühlend, zulassend....intuitiv, selbstverständlich) geschehen. Manchmal mit Trigger von Außen, aber sehr sehr oft auch ohne. Ein prägnantes Beispiel dafür ist die "dunkle Nacht" von Johannes vom Kreuz. Sie macht den Menschen so "geschmeidig", killt seine Abwehr im wahrsten Sinne,, dass keine/kaum noch jene welche besteht und das Ganze sich wie beschrieben vollziehen kann.



8 Dinge bringen uns durcheinander: Gewinn und Verlust, Ehre und Verachtung, Lob und Tadel, Freude und Leid... Solange wir eins von diesen Dingen wollen oder nicht wollen werden wir durcheinander bleiben,..
(Das "ich"steht im Weg - nein, ich will es nicht abschaffen, nur dass es nicht mehr im Weg steht)

ich komm mehr so aus der buddhistischen Richtung, wo alles ganz einfach erklärt wird,.. manche Videos oder Texte kommen mir daher manchmal eher vor wie ein LSD Trip, als ein spiritueller Weg,.. aber ich bemühe mich.
HuhBig Grin
Ok, da hätte ich vielleicht etwas für dich:




Oh Danke - aber ist es nicht noch ein bißchen zu früh für noch einen LSD Trip?
zahnlos lachen (*Spaß* sorry, ich hoffe das ist ok)

Mich verwirrt das ehrlich gesagt total, soviel Gesprochenes, soviele Vorstellungen und Ideen.
Zumal in dem Video so ungenau gesprochen wird.
Samsara zum Beispiel ist doch die Bezeichnung für den immerwährenden Kreislauf des Seins,
den Kreislauf von Werden und Vergehen..
Es geht ja im Buddhismus auch und vorallem darum sich der Vergänglichkeit bewusst zu werden, als eines unserer Daseins-Merkmale, und festzustellen wie Leid entsteht.
Und es bedeutet Leid, an irgendetwas festhalten zu wollen.
(Wieder steht das "ich" dabei im Weg - das so gerne festhalten würde)
Nirwana wird erreicht im geistigen Loslassen von allen Anhaftungen an die Bedingungen des Samsara.
Es führt für mich auf einen "falschen Pfad" wenn man es so eingrenzt und "verwäscht" wie in dem Video.
Aber wer weiß, vielleicht hilft es auch manch einem weiter - nur wobei?

Huh
Mir ging es um den Vergleich zu Advaita, weil dies für dich ja ein LSD-Trip zu sein scheint.
Aber, wenns nicht weiterhilft ist es auch ok. Ich habe mir das Video erst nach dem Einstellen angehört. Hatte es zwar früher schon mal gesehen, aber längst vergessen was Edgar da sagt. Ich dachte er könnte vielleicht Parallelen aufzeigen und (dir) darüber das Advaita näherbringen.
Advaita ist halt das womit die meisten hier konform gehen. Wir haben aber auch einen Buddhismus-Kenner, der schreibt nur aktuell nicht. Ikkyu.
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